Ohne Grenzen – Wo Spielen lehrt, Wissenschaft Spaß macht und Sprache verbindet!

Ohne Grenzen – Wo Spielen lehrt, Wissenschaft Spaß macht und Sprache verbindet!

Am 29. April wurde die Schule in Winzendorf von Leben, Neugier und Lachen erfüllt – 87 ungarische und österreichische Schülerinnen und Schüler trafen sich, um gemeinsam zu lernen, zu gestalten, zu experimentieren und neue Freundschaften zu schließen. Im Programm war für jeden etwas dabei: Bodenroboter, 3D-Stifte, Stromkreise, sprechende Stifte – und vor allem viele gemeinsame Erlebnisse!

Organisiert von den Lehrkräften der Schulen aus Winzendorf, Fertőrákos und von den Mitarbeiterinnen des grenzüberschreitenden österreichisch-ungarischen INTERREG eTOM AT-HU Projekts warteten fünf spannende Kreativstationen auf die Schülerinnen und Schüler, bei denen das Lernen spielerisch, gemeinschaftlich und zweisprachig erfolgte.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Direktorin der Gastgeber-Schule Monika Wachlhofer, des Bürgermeisters von Winzendorf Peter Mayer, der Schulqualitätsmanagerin der Bildungsregion 6 Silvia Stögerer sowie des Direktors István Maráz aus der ungarischen Schule in Fertőrákos. Anschließend sangen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gemeinsam zwei Lieder, bevor die ungarisch unterrichtende Lehrerin der Winzendorfer Schule Agnes Marlokné Mentesi, die auch als Moderatorin des Projekttags fungierte, das Programm sowie die Methode der zufälligen Gruppenbildung vorstellte.

Die 10 Gruppen setzten sich mehrheitlich aus Kindern der dritten und vierten Klasse der Volksschulen sowie einigen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe zusammen. Die fünf Stationen boten unter anderem Aufgaben zur Elektrizität, zum Bau einfacher Stromkreise, zum Umgang mit 3D-Stiften, zum Erforschen mit einem digitalen Mikroskop und zur Programmierung des Bodenroboters Bee-Bot. Die Schülerinnen und Schüler tauchten mit großer Begeisterung in die Welt des kreativen, technischen Gestaltens („Makings“) ein – sie lernten Neues, arbeiteten gemeinsam und kommunizierten miteinander in drei Sprachen: Deutsch, Ungarisch, Englisch sowie mit Händen, Füßen und einem Lächeln.

In der zweisprachigen Sprachenecke, die in den Pausen zwischen den Stationen zum beliebten Treffpunkt wurde, hatten die Kinder die Möglichkeit, spielerisch die Sprache des Nachbarlandes zu üben. Dort standen zweisprachige Plakate zu MINT-Themen zur Verfügung, mit deren Hilfe – und unterstützt durch die älteren ungarischen Schülerinnen und Schüler sowie dem sprechenden Stift Tellimero – Wörter und Sätze gemeinsam gelernt werden konnten.

Dieser wunderschöne Projekttag hat eindrucksvoll gezeigt, was das Herzstück des eTOM AT-HU Projekts ist: die Bedeutung einer zeitgemäßen, kreativen Pädagogik, den Einsatz von Recycling-Materialien sowie den vielfältigen Gebrauch handwerklicher und digitaler Werkzeuge im Unterricht.

Im Rahmen des eTOM AT-HU Projekts, bei dem das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kindergärten und Schulen, die Rolle des Leadpartners über hat, wurde bereits die Webplattform www.education4tomorrow.eu entwickelt. Dort finden pädagogische Fachkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler zahlreiche kreative und spielerische Unterrichtsmaterialien, Ideen und Inspirationen zur Ergänzung des Unterrichts.

Ein Besuch lohnt sich – entdecken Sie überraschende Anregungen und vielfältige Möglichkeiten für einen zeitgemäßen Unterricht!

Mit freundlicher Unterstützung von ...